Emaille



Email: frz.: émail; Mittelalt. : smaltum; Althd. : smelzan = schmelzen

Emaillieren: nach Aldinger: "Eine Glasschicht wird mit einer Metallschicht verschmolzen."

Also ist Kaltemail kein Email, da es sich lediglich um einen Lack oder um Kunstharz aufgetragen auf Metall handelt, aber es weder Glas ist, noch eine Verschmelzung stattfindet. Das Email wird schon sehr lange genutzt. Älteste Nachweise stammen aus dem alten Mykene auf Zypern. Das Kuklias- Grab barg den Brustschmuck des Amenemhet III. von 1840-1792 v. Chr. Allerdings wurde hier schon erkaltetes Material verwendet.
Ein Stück des ägyptischen Stils aus dem 13.-14. Jh. v. Chr. ist eines der ersten bei dem das Material eingeschmolzen wurde. Email an sich besteht aus folgenden Dingen und ist farblos und durchsichtig:

- Kieselsäure ( Sand, eisenfreies Quarzmehl) 33,50%
- Bleioxyd ( Mennige) 41,50%
- Pothassium 17,40%
- Borsäure 7,60%

Kieselsäure ist der Hauptstoff, das Blei ist für Leuchtkraft und Glanz zuständig, Borsäure löst die Metalloxide, setz den Schmelzpunkt herab und ist auch so ein guter Glasbildner. Auch Pothassium beeinflusst den Glanz und den Schmelzpunkt. Die Farben kommen durch einen Zusatz von Metalloxyden und Salzen.

Blau: Kobaltoxid, ( Manganoxid, Zinndioxid, Chromoxid für Farbabstufungen )
Grün: Kupferoxid, Chromoxid
Rot: Kadmiumrot ( Kadmiumsulfid + Kadmiumselenid ), Chromrot (basisches Bleichromat) Goldpurpur ( Goldchlorid) Gelb: Kadmiumgelb ( Kadmiumsulfid) Neapelgelb (Antimon-Blei- Verbindung)
Braun: Eisenoxid
Violett: Braunstein, Kobaltoxid
Schwarz: Mischung von Chrom-, Kobalt-, und Kupferoxid
Weiß: Zinnoxid

Weiterhin gibt es noch die Unterscheidung in transluzides = durchsichtiges, opakes = undurchsichtiges und opales = halbdurchsichtiges Email.

Alle hier vorgestellten Teile sind aus echtem Email gefertigt, außer es ist explizit erwähnt.


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