... ist schwer ....
So gehts leider jedem Anfänger, egal mit
was er anfängt. Aus einer eigenen Erfahrung
mit dem Brettchenweben habe ich5 Punkte zusammengestellt,
die man am Anfang beherzigen sollte.
- Brettchen
- Brettchenmaterial
Am einfachsten macht man sich die Brettchen aus Karton oder Pappe. Man
sollte sich einen Satz Brettchen aus starkem (dickem) Material und weniger
starkem (dünnen) Material machen.
An sonstigen Materialien geht eigentlich alles, was eine glatte Oberfläche
besitzt, an der die Fäden nicht hängenbleiben: gut geschliffenes (und
lackiertes) Holz, Rohaut, Horn.
- Brettchenformen
Die gängigsten Formen sind 3-eckige Brettchen
mit 3 Löchern, 4-eckige mit 4 oder 2 Löchern,
6-eckige mit 2,3,6 Löchern.
- Brettchengröße
große quadratische Brettchen haben ca. 7
cm Kantenlänge, kleine hingegen ca. 4-5 cm.
- Garn
Als Anfänger ist es nach meiner Erfahrung einfacher, wenn man
mercherisiertes und gaziertes Baumwollgarn mittlerer Stärke nimmt. Die
einzelnen Fäden bleiben nicht aneinander kleben (wie das z.B. bei
Schurwollgarn der Fall ist) und zerstören auch nicht die Brettchen (wie
z.B. Leinengarn). Außerdem ist das Garn leichter zu
scheren als Schurwolleoder dünnes Leinen.
- Musterschablone
Man braucht dafür kariertes Papier und Buntstifte verschiedener Farbe. Man zeichnet
das Muster, was man weben will auf das Papier. Jedes Kästchen bedeutet ein Loch eines
Brettchens. Wer einen Computer zu Hause hat und mit Excel ein wenig bewandert ist, kann
diese Schablonen auch damit herstellen.
- Einzug
Vom Einzug der Kettfäden durch die Löcher hängt es ab, ob das Muster, welches man auf
der Schablone vorgefertigt hat, auch beim Weben entsteht. Natürlich gibt es ganz
einfache Muster, bei denen dies egal ist und das Muster tatsächlich nur von den Farben
der Kettfäden durch die Löcher und dem Drehen der Brettchen abhängt. Aber schon die
nur ganz wenig komplizierteren Bänder sind sehr vom Einzug abhängig.
- Weben
Ist man mit dem Einfädeln, Scheren und Anbinden fertig, kann man anfangen zu
Weben.
Zuerst legt man den Schußfaden ein und dreht den ganzen Brettchensatz
gemäß der Webanleitung einmal.
Danach zieht man die Brettchen zu sich hin damit die Garnfäden sich entwirren und
sich das Fach öffnet.
Nun führt man den Schußfaden wieder durch das Fach, dreht die
Brettchen wieder um eine Umdrehung zieht sie her .... usw.
Dies macht man insgesamt so oft, wie es in der Anleitung steht. Nach 4 Umdrehungen
(bei 6-Lochbrettchen 6) liegt die farbig markierte Kante wieder oben, die Brettchen
befinden sich wieder in Ausgangsposition. Hier dreht man nun entweder die Drehrichtung
um, oder dreht weiter in der alten Richtung.