Hier bevorzuge ich 2 sehr praktikable Methoden:
Die Vorgehensweise ist eigentlich sehr einfach. Man benötigt lediglich
2-3 Holzstangen von ca. 30-50 cm Länge, die z.B. auf einem Markt sehr leicht
in den Boden zu schlagen sind (wenns kein Betonboden ist). Zu Hause kann
man sich mit Stühlen behelfen, sehr gut eignen sich auch Handtuchhalter.
Wichtig ist halt, daß man mindestens 2 hat!
Wenn man sehr viel webt, empfiehlt sich eh irgendwann einmal die Anschaffunge
eines Webstuhls (es muß ja nicht gleich ein authentisch gefertigter
Hochwebstuhl sein). Viele dieser Webgestelle provozieren diese Art des Einzugs
geradezu.
Ein 'Semi-Nachteil' dieser Methode ist sicherlich, daß man schon beim Einfädeln
der Brettchen enorm aufpassen muß. Es ist wichtig, zu wissen, wie das Brettchen
nachher in der Kette stehen soll, also in Z- oder S-Stellung.
Wenn man vorher nur nach der Brettchen für Brettchen-Einzugsmethode
gearbeitet hat, muß man hier nun sehr aufmerksam arbeiten, denn S
und Z bezeichnen die Stellung der Brettchen in der Webkette und diese ist
genau umgekehrt, als die Bezeichnung beim Einzug Brettchen für Brettchen.
Auch muß man unbedingt beachten, daß bei manchen Brettchen die
Stellung nicht durch das sog. Klappen von S nach Z und umgekehrt zu verändern
ist, da sich dadurch die Reihenfolge der Farben ändert und damit das
Muster unbrauchbar wird. Durch einfaches Aufknoten ist hier der Fehler nicht
mehr zu beheben!
Man kann sich aber sehr leicht an die folgende Vorgehensweise gewöhnen, um solche
Einzugsfehler zu vermeiden:
Denkt man sich den Stapel Brettchen so hingelegt, daß das Brettchen mit der höchsten
Nummerierung zuoberst liegt, muß die Farbreihenfolge des Einzugs bei Z-Stellung im
Uhrzeigersinn geschehen, bei S-Einzug entgegen.
Die Brettchen selbst werden nur mit einer Nummer versehen, sonst aber nicht beschriftet (dies gilt insbesondere für die Einzugslöcher). Das Weben selbst ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Man kann sich nun nicht mehr auf eine Webreihenfolge verlassen, die man sich durch Nummerierung der Löcher mer oder minder selbst vorgibt, sondern man muß nach Muster weben, also genau wissen, welche Farbe von welchem Brettchen laut Musterschablone bei der nächsten Drehung 'nach oben' kommen muß. Dies hat aber meiner Meinung nach einen nicht zu verachtenden Vorteil, da man sich nun voll auf das muster konzentrieren kann und es sozusagen verinnerlicht. Die Anzahl der gemachten Fehler reduziert sich so enorm! Außerdem muß man sich nicht mehr merken, bei welcher Stellung man am gestrigen Tag aufgehört hat zu weben, ein Blick auf das Muster genügt nun völlig.
Beim Weben kann man sich zur leichteren Orientierung die Kanten ALLER Brettchen mit Farbe markieren, wenn sie sich in der Ausgangsstellung befinden.
| Fig. 0: Fertig beschriftetes Brettchen |
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| Fig. 2: Einfädeln des Garns. |
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| Fig. 3: fertig eingespantes Brettchen. |
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Hier könnt Ihr ein zum Weben fertig eingespanntes Set von Brettchen sehen.
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